Klarissen von der Ewigen Anbetung (OCPA)



 

Wir sind der jüngste Zweig eingeschlossen in die Familie

des Zweiten Ordens des hl. Franziskus - Die Klarissen.

 

 

 

Die Spiritualität des hl. Franziskus und der hl. Klara ist der Wesenskern und die Art der Erfahrung unserer eucharistischen Berufung.

 

 

 

 

 

 

 

Unser Orden zuerst als Franziskanerinnen vom Allerheiligsten Sakrament genannt,
entstand im XIX Jh. in Frankreich, gegründet vom eifrigen Verbreiter religiöser  Erneuerung auf dem Gebiet Frankreichs Pf. Jean-Baptiste Heurlaut - P. Bonaventure (1816-1887) 
und Josephine Bouillevaux – Mutter Maria de Santa Klara (1820-1871).

 

 

 

Als Entstehungsdatum des Ordens wird der 8. XII. 1854 angenommen, der Tag an dem unsere Mutter Gründerin und ihre Begleiterinnen die geistliche Übung vor dem Ablegen der hl. Profess begonnen hatten. 
Nach einigen Jahren  intensiver Arbeit wurde der Konvent nach Paris verlegt, wo P. Heurlaut OFM Cap, seine apostolische Arbeit fortgesetzt hat indem er sich besonders auf die Verbreitung der Verehrung des Allerheiligsten Sakraments  unter den Einwohnern von Paris konzentrierte und gleichzeitig die  Formation  des neuerstandenen Konvents beaufsichtigte. Sein geistiges Leben stützte er auf zwei  Fundamenten: Verehrung des Allerheiligsten Sakraments und der unbefleckten Jungfrau Maria.   In demselben Geist bildete er auch die ersten Schwestern aus. Er empfiehl ihnen häufige, sogar tägliche Kommunion, was zu damaliger Zeit in der Kirche nicht üblich war. 

1856 wurden die Schwestern nach Troyes verlegt.  Die Ausbreitung des Ordens ins Ausland, zuerst nach Polen, und dann auch in andere  Länder erfolgte dank polnischer Schwester, der  Mutter Maria vom Kreuz, einer geborenen Gräfin Ludwika Nałęcz- Morawska (1842-1906), die 1866 den Franziskanerinnen des Allerheiligsten Testaments in Troyes beigetreten war.


Im April 1871, mit Segen der Mutter Gründerin – Mutter Maria de Santa Klara,  verließ sie Troyes mit sechs Schwestern und ging nach Polen, um dort eine neue Fundation zu gründen.

 


Unser erstes Kloster auf dem polnischen Boden entstand 1871 in Granów bei Posen. Jedoch schnell wurdendie Schwestern gezwungen einen anderen Aufenthaltsort zu suchen. Sie wanderten zuerst nach Gnesen und dann 1873 nach Lemberg, wo sie den Bau des eigenen Klosters und der Kirche zum Allerheiligsten Herzen Jesu  in Angriff genommen haben in dem sie bis zum Jahre 1946 unaufhörlich den Allerheiligsten Sakrament anbeteten.  
Während ihres von der Arbeit geprägten Lebens hat Mutter Maria vom Kreuz die Reform der Konstitutionen vollbracht in denen sie das Ziel des Ordens als  Ewige Anbetung des Allerheiligsten  Sakraments mit dem Akzent der stellvertretenden Danksagung definierte. 
Sie war eifrig bestrebt, dass der ganze Orden die Regel der Santa Klara annimmt. Der Übergang vom Dritten zum Zweiten Orden des heiligen Franziskus erfolgte jedoch erst nach dem Tode der Mutter Maria vom Kreuz: am 29.06.1912. Damit erhielt der Orden den Privileg des päpstlichen Rechts und der feierlichen Gelübde.


Am 25. Oktober 2002 in Lemberg hat der Kardinal Marian Jaworski den Prozess der Beatifikation  der Mutter Maria vom Kreuz eingeleitet, die schon am Leben der Ruhm der Heiligkeit umhüllte.


In Polen haben die Klarissen von der Ewigen Anbetung ihre Wohnsitze in Bydgoszcz (Bromberg), Elbląg (Elbing), Kęty (Liebenwerde), Kłodzko (Glatz), Pniewy (Pinne), Słupsk (Stolp), Ząbkowice Śląskie (Frankenstein) und Hajnówka.

Unser Motto:

Gott sei Dank durch Jesu Christi im Allerheiligsten Sakrament


Unsere Begrüßung:

Beten wir mit Maria den Allerheiligsten Sakrament an! 

Die Anbetung des Allerheiligsten Sakraments mit dem Akzent der Danksagung ist vom Anfang an  der Hauptziel unserer kontemplativen und in Klausur lebenden Gemeinschaft. Wir wurden berufen zum ewigen inneren Gebet. Wir beten das ganze Stundengebet und jede von uns hält täglich eine Stunde stille Anbetung. In der Nacht beten wir den Allerheiligsten Sakrament an und wechseln uns jede zwei Stunden. Das Leben in der Klausur bedeutet nicht dass uns die Sorgen und Angelegenheiten mit welchen unsere Brüder und Schwestern in der Welt leben fremd sind. Ihr Leid wird auch zu unserem und ihre Freude vermehrt unsere Danksagung.

 

 

Das Kloster in Kłodzko (Glatz)


Infolge des II Weltkrieges wurden die Grenzen Polens nach Westen verschoben. 1946 mussten die Schwestern zusammen mit einer Unmenge von Umsiedlern Lemberg verlassen. Sie wanderten nach „dem neuen“ Polen. Ein Teil von ihnen kam nach Kłodzko (Glatz), wo sie sich in dem teilweise infolge des II Krieges zerstörten nachfranziskanischen Kloster ansiedeln konnten.


Interessant und lang ist die Geschichte des von Heinrich dem Älteren (Herzog Heinrich dem Älteren von Münsterberg Graf von Glatz dem Sohn des Königs Georg von Podiebrad) und seiner Frau Urszula gestifteten Klosters. Sie schenkten das Grundstück und ein Kirchlein (Kapelle) zum St. Georgen an die Observanten. An der Kirchenfassade auf der linken Seite über der Mauer ist das IHS Zeichen zu sehen, das die Abkürzung des Namens Jesu Christi  bedeutet und oft von den Bernhardinern verwendet wurde. Georg von Podiebrad  hat dem katholischen Glauben abgeschworen als er die Konfession der Hussiten annahm.  Am 27. 04. 1467. belegte der Papst den König Georg mit dem Bann und die ganze Grafschaft mit dem Interdikt.


Heinrich der Ältere der sich  mit der katholischen  Kirche aussöhnen wollte schenkte im Jahr 1475 dem Bernhardiner-Barfüßerorden ein Grundstück und die St. Georgenkapelle.  
1475 wurde das Bernhardinerkloster errichtet das von Heinrich als Heimkloster benannt wurde und anstelle der Georgenkapelle entstand eine neue Kirche  mit einem Erbbegräbnis für die Herzöge von Münsterberg.  
Im Jahre 1811 von den Bernhardiner verlassen überging? das Kloster in den Besitz der evangelisch-augsburgischen Kirche. 
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Kloster von den aus Lemberg eingewanderten Klarissen von der Ewigen Anbetung (damals noch Klarissen vom Allerheiligsten Sakramentament) übernommen. 

In unserem Kloster, unter einem Dach mit unserem Herrn Jesu Christi ,  leben zur Zeit 14 Schwestern.
Das Herz unserer Gemeinschaft und unseres persönlichen Lebens als Anbeterinnen ist  Jesu Christi im Allerheiligsten Sakrament, dem wir unser ganzes Leben widmen. Die Anbetung führt uns zur Vereinigung mit Seiner Danksagung und Anbetung des Vater Gottes im heiligen Geist mit Seiner Aufopferung des Lebens und der Liebe.

In unserem Dasein in der Klausur führen wir keine apostolische Arbeit außerhalb der Klostermauer aus. Aber mit unserem Zeugnis der Treue der Anbetung bemühen wir uns viele zum Jesus zu führen.
Unser Leben besteht aus Gebet und Arbeit, darunter gewöhnlichen Alltagsroutinen wie Aufräumen und Kochen, wir sorgen für die kranken Schwestern  oder die Gäste. Wir machen nichts bedeutendes aber jedoch wie  Mutter Maria erfahren wir in der Sille unserer Klausur, dass Gott  das Gute tut: für uns und alle die wir mit unserem Gebet  umhüllen.

Der Tag in unserer Gemeinschaft beginnt um 5.00 Uhr. Um 5.30 halten wir die erste Meditation.
Nach der Lesestunde, Laudes und Vormittagsgebet gehen wir zum Frühstück und danach begeben wir uns zur Arbeit die uns von unserer Oberschwester zugeteilt wird. Die Arbeit verstehen wir als Gnade und sie gibt uns die primäre Möglichkeit unsere Existenz und Unterkunft zu sichern.  
Unsere Schwestern – Stickerinnen sticken auf Bestellung Kirchenfahnen, Ornate, Stullen, Kelchservietten und liturgische Paramente. Jede Arbeit ist ein Teil unseres Lebens im Gebet und soll sein Geist nicht dämmern wie uns  der heilige Franciscus unterrichtet.
Am Mittag beten wir den Mittaggebet, Rosenkranzgebet und andere Gebete unserer Gemeinschaft, die wir unseren Wohltätern und allen die sich unserem Gebet anvertrauen widmen.

Gegen 12.15 Uhr essen wir zu Mittag in dem Klosterrefektorium. Während der Mahlzeiten wird geistige Lektüre vorgelesen oder es wird geschwiegen. Die Ausnahmen sind die Feste und Feiertage, die wir in fröhlicher, familiärer Stimmung erleben. 

Einen wichtigen Platz in unserem Leben nimmt auch die Rekreation ein.   Auf dem Tagesplan stehen bei uns zwei Rekreationen : am Mittag und am Abend. Die Rekreation befestigt die Gemeinschaft, erleichtert die Kontaktaufnahme, gibt eine Gelegenheit zum Gedanken- und Erfahrungswechsel. Dadurch nähern sich die Schwestern einander an, der Familienbund wird immer enger geknüpft. 
Jeden Tag wird auch eine gewisse Zeit für persönliches geistiges Lesen und gemeinsames formatives Studium (die s.g. Lektion) bestimmt. Es  umfasst das Theologische Studium, das Biblische Studium, Liturgisches, das Studium des franziskanischen Nachlasses und das allgemein Wissen von Welt und der Geschichte der Kirche und des Ordens. 

Von 14 bis 15.30Uhr halten wir das große Schweigen zum Andenken an das Leiden Jesu Christi.
Auf diesem festen Programm steht noch für jede Schwester individuell die Stunde der Anbetung die uns von der Oberschwester eingeplant wird. 
Nach Vesperandacht nehmen wir an der Konventualen Heiligen Messe um 17.30 Uhr teil.
Eucharistie ist für uns  der zentrale Punkt unseres konsekrierten Lebens und das wichtigste  Tagesereignis.  Das Allerheiligste Opfer ist eng mit unserer Berufung als Anbeterinnen des eucharistischen Jesu Christi verknüpft. Die Anbetung bedeutet seine  Kontinuation und aus ihr, wie aus einer Quelle entspringt. 
Um 18.30Uhr essen wir zu Abend. Während der Mahlzeit werden die Schwestern für die nächtliche Anbetung gewählt. Den Tag enden wir mit der Komplete. 
Um 21 Uhr beginnt die nächtliche Anbetung.
Der Habit
Unser Ordensgewand, der Habit, ist sowohl für uns als auch für die Welt das Zeichen dafür, dass wir ausschließlich für den Gott leben. Es unterscheidet uns auch von anderen Ordensfamilien.
Ein schlichter brauner kreuzförmiger Habit, erinnert uns daran, dass wir für die Welt gestorben sind und von hier aus unser Leben dem Gott gewidmet ist. 
Ein weißer Strick anstatt Gürtel bedeutet unsere Bereitschaft zur Buβe  und Opfer.  
Wir tragen ein weißes Kopftuch, einen schwarzen Schleier und eine kleine Monstranz auf dem Skapulier, die auf unsere eucharistische Berufung hinweist.  
In der Liturgie und zu den festlichen Anlässen ziehen wir einen langen braunen Mantel an.

Formation
Unser Leben mit dem Gott und für den Gott verläuft im Schweigen und in der Freude. Die Stille hilft uns bei unseren Bemühungen uns mit unserem Herrn zu vereinigen und öffnet uns für die Stimme des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist formt uns als erstes. Die Formation ist für uns Klarissen das Prozess der Kleidung zum Jesus auf dem franziskanischen Weg des evangelischen Lebens in der Gemeinschaft und durch die Gemeinschaft. 
Es beginnt am Anfang unseres Ordenslebens im Aspirat und wird dann fortgesetzt: im Postulat (ung.1Jahr), Noviziat (zwei Jahre), Juniorat (ung.5Jahre). Die Formation junger Schwestern verläuft unter Aufsicht der Oberschwester. Eine ewige Profess führt die Schwestern in die nächste Etappe  der Formation ein:  ständige ununterbrochene Bekehrung zum Gott und Vertiefung eigener Berufung.
Eucharistische Ehrenwache
Zusätzliche Freude unserer Gemeinschaft bereitet eine ansehnliche Gruppe von über 60 Personen (Eucharistische Ehrenwache) die seit vielen Jahren in unserer Kirche unseren Herrn Jesu anbetet. Im Jahre 2004 wurde die Eucharistische Ehrenwache vom Erzbischof und Metropolit zu Wrocław Kard. Henryk Gulbinowicz als Verein mit eigenem Statut bestätigt. Das Verein besitzt seine Verwaltung und sein Direktor ist der jeweilige Kapelan unseres Klosters. Zur Zeit ist V. dr Ryszard Maraś  OFM unser Kapelan und Direktor der EE. 
Die Mitglieder des Vereins nehmen einmal im Monat an den Formationstreffen teil, sie beten den Allerheiligsten Sakrament einige Stunden am Tag und seit ein paar  Jahren unterstützen uns auch während der Anbetung zur Nacht.

Pomyśl chwilę...

"Do tej najsłodszej Matki przylgnij; porodziła Ona Syna, którego niebiosa nie mogły ogarnąć, a Ona zamknęła Go i nosiła w swym maleńkim, świętym, dziewiczym łonie"

 

 

Św.Klara,3 List do Agnieszki,18-19